LAFT Berlin: Berliner Kulturpolitik aktuell

1. Lesung im Kulturausschuss am 19. August 2019 und 2. Lesung am 16. September 2019

Der Entwurf für den Haushaltsplan 2020/2021 liegt vor – darin sind die angekündigten Mittelaufwüchse für die freien darstellenden Künste und den Tanz sichtbar. Vieles, was im Vorfeld angekündigt wurde, ist zu finden – und vieles fehlt nach wie vor. Trotz der positiven Entwicklungen in den letzten Jahren ist das Problem der strukturellen Unterfinanzierung der freien Szene noch längst nicht gelöst. Für Kultur und Europa soll im Haushalt 2020/21 ein Volumen von 593,2 Millionen Euro für 2020 und 606,8 Millionen Euro für 2021 zur Verfügung stehen. Für die Förderung der freien Szene sind 17,8 Millionen Euro (2020) und 20,6 Millionen Euro (2021) mehr angedacht (exklusive Mietsteigerungen, inklusive der Aufwüchse bei Ankerinstitutionen wie HAU, Kunstwerke und Lettrétage). Davon entfallen auf den Bereich Darstellende Künste/ Tanz 9,5 Millionen Euro (2020) und 10,2 Millionen Euro (2021). Hierin eingeschlossen sind 700.000 Euro zur Umsetzungen von Empfehlungen des Runden Tisches Tanz. Die 2. Lesung findet am 16. September statt. Es ist wichtig, dass die freien Kulturschaffenden zu beiden Lesungen zahlreich erscheinen. Die Anwesenheit zu den Sitzungen und das kontinuierliche Engagement der Akteur*innen der freien Szene haben sich in den letzten Jahren immer wieder ausgezahlt. Es hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, mit den Abgeordneten und den Mitarbeiter*innen der Kulturverwaltung im Gespräch zu bleiben und dabei immer auch neben den jeweils eigenen Themen die Lage der freien Szene an sich anzusprechen, wie z. B. die Probleme rund um die steigenden Mieten der Spielstätten oder der Bedarf an Arbeitsräumen.

Für die Sitzungen besteht eine Anmeldepflicht. Die Anmeldung ist unter folgendem Link www.parlament-berlin.de/de/Service/Besucherdienst/Platzreservierung-Ausschuesse bis spätestens zum Tag vor der Sitzung um 15.00 Uhr möglich. Zur Sitzung selbst muss dann der Personalausweis oder Pass mitgebracht werden.

Der Haushaltsentwurf für 2020/2021 ist hier zu finden. Eine Presseerklärung der Senatsverwaltung zum Haushaltsentwurf ist zu finden unter: www.berlin.de/sen/kulteu/aktuelles/pressemitteilungen

Die Stellungnahme des LAFT Berlin zum Entwurf des Doppelhaushalts Kultur 2020/21 ist hier zu finden.

Mit einer breit angelegten Protestkampagne begleitet der Zeitgenössische Tanz Berlin (ZTB) die verschiedenen Haushaltslesungen des Abgeordnetenhauses. Grund der Kampagne ist die Unzufriedenheit mit dem Budget, das im geplanten Haushaltsentwurf 2020/21 für den Tanz vorgesehen ist. Der offene Brief ist unter: www.change.org zu finden, die aktuellen Informationen zur Kampagne unter: www.ztberlin.de. Die Stellungnahme vom TanzRaumBerlin, ZTB und Tanzbüro Berlin zum Haushaltsentwurf ist zu finden unter: www.tanzraumberlin.de.

Eine Presseerklärung der Koalition der Freien Szene zum Haushaltsentwurf ist zu finden unter: www.koalition-der-freien-szene-berlin.de

Forderungspapier der AG Darstellende Künste im Öffentlichen Raum des LAFT Berlin

Berlin ist Lebensmittelpunkt vieler Künstler*innen und Kompanien der darstellenden Künste im öffentlichen Raum. Doch nur wenige können in Berlin produzieren und sich an ihrem Standort präsentieren. Dabei sind sie oft national und international bekannt, aber in Berlin nicht präsent, und gehen dadurch der Berliner Theaterlandschaft und dem Berliner Publikum verloren. Vor diesem Hintergrund der Relevanz der darstellenden Kunst im öffentlichen Raum fordert die Arbeitsgruppe Darstellende Künste im Öffentlichen Raum des LAFT Berlin, den öffentlichen Raum für die darstellenden Künste zu öffnen und die Möglichkeiten der darstellenden Kunst für eine aktive Stadtgesellschaft zu nutzen.

Das vollständige Forderungspapier ist hier zu finden.

Erklärung des LAFT Berlin zur „Evaluation zur Neuvergabe der Konzeptförderung für die Jahre 2020 bis 2023“

Das Gutachten „Evaluation zur Neuvergabe der Konzeptförderung für die Jahre 2020 bis 2023“ vorgelegt von Ute Büsing, Frank Schmid und Sandra Umathum wurde am 11. Januar 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt. Zehn Theater und Produktionsorte werden für eine Weiterförderung empfohlen, weitere sechs Orte für eine Neuaufnahme in die Konzeptförderung sowie vier Gruppen für die neue vierjährige Basisförderung für Gruppen. Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa kündigte an, den Empfehlungen der Gutachter*innen zu folgen und den erhöhten Förderbedarf für den Haushalt 2020/2021 anzumelden.

Das Gutachten zur Konzeptförderung 2020-2023 ist hier zu finden. Die Stellungnahme des LAFT Berlin zum Gutachten ist hier zu finden.

Evaluation der Berliner Kinder- und Jugendtheater und Positionspapier der Szene

Anknüpfend an und in Reaktion auf die von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa beim Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland (KJTZ) in Auftrag gegebene Studie zur Kindertheaterlandschaft in Berlin, hat eine Initiativgruppe bestehend aus LAFT Berlin, Vertreter*innen institutionell geförderter Theater, freier Produktions- und Spielorte, Ensembles und mobiler Einzelkünstler*innen ein Positionspapier erarbeitet. Über die Evaluation, das Positionspapier und eine Stellungnahme von Dr. Gerd Taube wurde in der Sitzung des Kulturausschusses am 5. August 2019 beraten.

Die Evaluation ist hier, die Positionen der Berliner Kinder- und Jugendtheater zur Evaluation 2019 sind hier zu finden. Die Stellungnahme von Dr. Gerd Taube ist hier zu finden.

Aktuell fordert der Berliner Arbeitskreis der Kinder- und Jugendtheater eine Erhöhung um 2,25 Millionen zusätzlich zu den bis jetzt im Haushaltsentwurf 2020/21 vorgesehenen Mitteln. Denn das im Koalitionsvertrag festgelegte Ziel, die Kinder- und Jugendtheater zu stärken, ist mit den bisher vorgesehenen Mitteln nicht zu erreichen.

Die vollständige Presseerklärung vom 4.9.2019 ist hier als PDF zu finden.