Fliegender Stammtisch und Expertentag
Der Landesverband Freie Theaterschaffende Berlin (LAFT Berlin) verschafft Orientierung in der Freien Szene - und lädt seine Mitglieder jeden Monat ein zu Fliegendem Stammtisch oder Expertentag.
Beim Fliegenden Stammtisch öffnen sich Berliner Spielstätten: Die Leitung führt durchs Haus und steht für Fragen zur Verfügung. Treffpunkt immer vor dem jeweiligen Theater um 18 Uhr.
Beim Expertentag beantwortet einE ExpertIn Fragen - zuerst in vier Einzelgesprächen und anschließend in offener Runde. Einzelgespräche nur mit Anmeldung unter programm(at)laft-berlin.de ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr. Jeweils im Theaterhaus Mitte, Wallstraße 32, 10179 Berlin
Die Reihe wird fortgesetzt. Nur für Mitglieder! Noch-Nicht-Mitglieder sind herzlich eingeladen, auf den Veranstaltungen dem LAFT Berlin beizutreten.
Spielzeit 2011/12
7. Februar 2012 / Expertentag
Gerd Hunger zur KSK
Soweit's interessiert: Ich habe zwar das Staatsexamen als Studienrat, den Beruf aber nie ausgeübt, weil mich das Theater rief. Von 1979 bis 1985 war ich da "Büromensch" (Manager war political incorrect). Da früher die Verhältnisse (finanziell) einfacher waren, hatte ich sechs Jahre Zeit mich in die Materie (hinter den Kulissen) einzuarbeiten. Und fand Spaß an dem, was eher nervt: Bürokratie, Institutionen etc. So schon mal pervertiert, gründete ich 1986 "SPOTT Berlin e.V.", den ersten Landesverband freier Theater in Deutschland, dessen Nachfolger in Berlin ja wohl der laft-berlin.de ist und betrieb bis 1998 (mit finanzieller Unterstützung des Berliner Senats) ein Service-Büro für freie Kulturschaffende ( Bereich: Theater) in Kreuzberg. Seitdem arbeite ich künstlerisch als Dramaturg für verschiedene OFF-Theater, aber auch in allen Belangen, die eben keinen Spaß machen: Bürokratie, Institutionen etc. Mit der Künstlersozialkasse habe ich seit ihrer Gründung zu tun und darf wohl mit Recht behaupten, darin ein "Nischen"-Experte zu sein.
6. März 2012 / Fliegender Stammtisch
Theater o.N.
Das Theater o.N. ist ein seit 30 Jahren bestehender Verbund von Schau- und Puppenspielern, Musikern, Regisseuren und Autoren, die in wechselnden Konstellationen Theater für Kinder und Erwachsene produzieren. Seit Beginn der Spielzeit 2010/11 arbeitet das Theater o.N. unter der künstlerischen Leitung von Ania Michaelis. Im Zuge des Neuanfangs wurde der Schwerpunkt der Arbeit in den Bereich Kinder- und Jugendtheater gelegt. Die beiden Zentren der Arbeit sind zum einen die Weitergabe der Erfahrungen des Ensemble im Bereich des biografischen Theaters an Kinder und Jugendliche, die in Stadtbezirken mit einem wesentlich schwächeren kulturellen Angebot, in sogenannten bildungsfernen Schichten, aufwachsen. Zum anderen gilt das Interesse des Theaters einer noch jungen, in Berlin bisher unterrepräsentierten Theaterform, dem »Theater von Anfang an«. Das Theater o.N. will Theater für Zuschauer ab 2 Jahren im Bezirk Prenzlauer Berg und darüber hinaus etablieren und eine Markierung für diese Form in der Hauptstadt setzen. www.theater-on.com
4. April 2012 / Fliegender Stammtisch
Sophiensaele
Die sophiensaele sind einer der wichtigsten Produktionsorte für freies Theater und Tanz im deutschsprachigen Raum. Sie wurden 1996 von Sasha Waltz, Jochen Sandig, Jo Fabian und Lubricat als Produktions- und Aufführungsort im historischen Gemäuer des Handwerkervereinshauses gegründet. KünstlerInnen und Kompanien aus der Berliner, deutschsprachigen und internationalen Szene werden aufgrund ihrer künstlerischen Konzepte, Fragestellungen und Arbeitsansätze eingeladen, ihre Arbeiten hier zu präsentieren.
Pro Jahr sind in den sophiensaelen über 60 Produktionen und mehrere Festivals zu sehen. Das Programm umfasst neue und experimentelle Produktionen aus den Bereichen Theater, Tanz, Performance, Musik und Literatur.
Die sophiensaele stellen dabei nicht nur die Spielstätte, sondern kümmern sich auch um Finanzierung, Koproduktionspartner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Produktionsmanagement bis hin zur Durchführung des Publikumsgesprächs. www.sophiensaele.de
8. Mai 2012 / Fliegender Stammtisch
Dock 11
DOCK 11 EDEN***** ist Teil der vielfältigen und internationalen Tanzszene und verbindet räumlich und strukturell in der Regel voneinander getrennte Bereiche unter einem Dach: Produktion, Pädagogik und Präsentation.
Diese Verbindung führt bei Künstlern, Schülern, Dozenten, Publikum und Besuchern zu vielfältigen Perspektivwechseln, Überschneidungen, Synergien, gegenseitigem Interesse sowie Verständnis. Der Schwerpunkt Tanz, ergänzt durch Theater, Performance, Literatur, Musik, Bildender Kunst, Film, Clubart ist interdisziplinär verwoben.
In 76 Kursen tanzen im DOCK 11 EDEN***** wöchentlich ca. 900 Schüler im Alter von 2 bis über 60 Jahren, von Anfängern bis Profis. Es unterrichtet ein internationales Dozententeam, mit vielen Akteuren (ChoreographInnen und TänzerInnen) der Berliner, nationalen und internationalen Tanzszene.
Das langjährig erfolgreiche und qualitativ hochwertige Bühnenprogramm im DOCK 11 wechselt in der Regel wöchentlich. Durch die überwiegend im DOCK 11 produzierten Arbeiten werden ein bis zwei Uraufführungen im Monat realisiert. Innerhalb der Berliner Theaterlandschaft ist DOCK 11 inzwischen das einzige Theater, dass ganzjährig Tanz als Schwerpunkt präsentiert. So fanden allein 2008 203 Vorstellungen mit 31 Hausproduktionen, 31 Wiederaufnahmen und 30 Gastspielen statt. www.dock11-berlin.de
3. Juli 2012 / Expertentag
Barbara Sichtermann (Jury des Hauptstadtkulturfonds)
Archiv
10. Januar 2012 / Expertentag
Annette Richter-Haschka zum Projektfonds Kulturelle Bildung
Annette Richter-Haschka, Leiterin der Geschäftsstelle des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung. Studium Kunst, Visuelle Kommunikation, Germanistik und Philosophie in Kassel, Aufbaustudium Kulturpädagogik an der Hochschule der Künste Berlin mit den Schwerpunkten Kulturvermittlung und Kulturpolitik; langjährige Tätigkeit als Dozentin in der Erwachsenenbildung mit künstlerischen Methoden und eigene künstlerische Praxis; Organisation von zahlreichen Kunst- und Kulturprojekten in Berlin; 2006 bis 2010 Mitglied der AG Kulturelle Bildung des Rats für die Künste Berlin; bis 2007 Geschäftsführerin des Bildungswerks des Berufsverbands Bildender Künstler Berlins; seit 2008 Mitarbeiterin bei den Kulturprojekten Berlin GmbH.
www.berlinerprojektfondskulturellebildung.wordpress.com oder http://www.kulturprojekte-berlin.de/projektfonds
6. Dezember 2011 / Expertentag
SPECIAL: Freie Gruppen zum ortspezifischen Arbeiten mit Grotest Maru und Oper Dynamo West
GROTEST MARU
GROTEST MARU kreiert Theater im Öffentlichen Raum und bezieht sich dabei auf Bilder-, Objekt- und Körpertheater, ebenso wie auf Installationskunst und Land Art. GROTEST MARU wurde 1996 im KUNSTHAUS KULE in Berlin gegründet und ist seit 1999 international auf Tournee. GROTEST MARU ist darauf spezialisiert, ortsspezifische Projekte für besondere Situationen, architektonische Räume oder Landschaften zu entwickeln. Mit Workshops werden auch lokale Künstler und Laiengruppen in Inszenierungen eingebunden. GROTEST MARU sucht nach Formen der Kommunikation, die kulturelle Grenzen überschreitet. Das Netzwerk der mitwirkenden internationalen Künstler speist sich aus kultureller und künstlerischer Vielfalt und schafft eine Theatersprache aus Bildern, oft ohne Worte, weltweit verständlich. www.grotest-maru.de
Oper Dynamo West
Oper Dynamo West sucht überall nach Theater. Wir inspizieren und erforschen Orte, wir führen Interviews und sammeln Materialien. Das Recherchematerial verweben wir mit fiktiven Elementen und zeigen unsere Stücke vor Ort oder bringen sie ins Theater. Wir arbeiten mit der Architektur und Geschichte unserer Spielorte und beeinflussen, transformieren und hintergehen urbane Strukturen. Auch die Musik für unsere Inszenierungen entsteht im Rechercheprozess: Aus den Geräuschen des Ortes und seiner Menschen oder aus bekannten Kompositionen, die im realen Kontext plötzlich neu klingen.
Oper Dynamo West ist die Plattform für Projekte von Janina Benduski, Janina Janke, Lee Soo-eun, Johannes Müller, Andrea Oberfeld, Julie Rüter, Franziska Seeberg und Frederike Wagner. www.operdynamowest.org
1. November 2011 / Fliegender Stammtisch
F 40 - ENGLISH THEATRE BERLIN and THEATER THIKWA
Fidicinstrasse 40 10965 Berlin (Kreuzberg)
Anfahrt: U6 Platz der Luftbrücke, Bus M19 Mehringdamm, Bus 104 Platz der Luftbrücke
F40 ist die gemeinsame Spielstätte des ENGLISH THEATRE BERLIN und von THEATER THIKWA in der Fidicinstrasse 40 in Kreuzberg und umfasst ein 160-Plätze-Theater sowie ein 60-Plätze Studio. English Theatre Berlin präsentiert Eigenproduktionen und internationale Gastspiele im englischen Original, Theater Thikwa erarbeitet Inszenierungen mit Schauspielern mit und ohne Behinderungen.
4. Oktober 2011 / Expertentag
Tim Sandweg (Jury des Berliner Senats für privatrechtlich organisierte Theater und Theater- und Tanzgruppen)
- Studium der Theaterwissenschaft und der Deutschen Philologie an der Freien Universität Berlin
- seit der Spielzeit 2009/2010 Dramaturg am Puppentheater Magdeburg
- Redaktionsmitglied des Magazins für Puppen-, Figuren- und Objekttheater „double“
- seine Theatertexte sind im Theaterverlag Hofmann-Paul, Berlin verlegt
- seit 2011 Mitglied in der vom Berliner Senat berufenen Jury zur Förderung von privatrechtlich organisierten Theater- und Tanzgruppen in Berlin
6. September 2011 / Fliegender Stammtisch
TAK Theater Aufbau Kreuzberg
TAK Theater Aufbau Kreuzberg ist ein neuer multifunktionaler, technisch gut ausgestatteter Spielort für Theater, Konzerte, Tanz, Kino und Lesungen im neuen AUFBAU HAUS am Moritzplatz. Sein Theaterprogramm wird vom TAK e.V. gestaltet, einem Zusammenschluss von Theatermachern, Theaterpädagogen, Künstlern und Autoren. Orientiert an der Ausrichtung des Aufbau Hauses möchte der Verein Projekten Raum geben, die neue Vermittlungsformen für Literatur erforschen, sei es als Theater, Performance, Hörspiel oder dramatisierte Lesung. Die Bühne des TAK soll die Wirklichkeit ihrer Umgebung aufnehmen und einen künstlerischen Beitrag zu einem kritischen gesellschaftlichen Diskurs liefern. Der TAK e.V. wird Gastspiele betreuen, eigenen Projekten und Projekten seiner Mitglieder eine Struktur bieten und als Koproduktionspartner für Produktionen anderer Theater offen sein. Mehr unter www.theater-aufbau-kreuzberg.de
5. Juli 2011 / Fliegender Stammtisch
Theaterkapelle mit mit Christina Emig - Könning
Das älteste denkmalgeschützte Gebäude im Friedrichshain (1876) atmet Geschichte, und lebendig erzählt wird sie mit jeder Inszenierung im Gestern und Heute, in jenen Backsteinmauern, die viel gesehen haben – dort blicken Menschen auf eine Bühne der besonderen Art, die sich in ständiger Auseinandersetzung mit der Gesellschaft begreift, nicht allein als Umschlagspunkt der Künste und in Interaktion mit den verschiedensten Kunstrichtungen und dem Publikum. Die Theaterkapelle ist grenzüberschreitend.
Im Zentrum ihrer Kunst steht die Absicht, zu verstören und wachzurütteln, wo man sich mit Bestehendem arrangiert oder darüber resigniert, statt dessen hinzuschauen, wo weggesehen wird und öffentlich zu beleuchten, was den Menschen umtreibt in einer Welt, die man immer wieder neu bewegen möchte, schultern und stemmen, um sie zu einem größeren Verständnis ihrer eigenen kranken und vielleicht doch noch heilbaren Natur zu führen...
7. Juni 2011 / Expertentag
SPECIAL: Freie Gruppen - Lubricat, Gob Squad und Rimini-Protokoll zum freien Arbeiten
Gob Squad sind ein deutsch-englisches Künstlerkollektiv, bestehend aus sechs Künstlerinnen und Künstlern, die gemeinsam an Konzeption, Inszenierung und Darstellung von Live-Events arbeiten. Mit Sitz in Berlin und Nottingham realisieren sie seit 1994 Arbeiten im Grenzbereich von Theater, Performance, Kunst und Medien, die seit ihrem erfolgreichen Auftritt bei den Theaterskizzen der documenta X (1997) international Beachtung fanden. Neben Theatern und Galerien platzieren sie viele ihrer Werke mitten in der urbanen Lebenswelt. In diesem Kontext verstehen sie ihre Arbeit als Versuch, künstlerische Aktionen konkret in der alltäglichen Umgebung zu lokalisieren und mit der Gegenwartskultur zu konfrontieren. Alltags- und Kunstraum treffen nicht nur aufeinander, sondern gehen im künstlerischen Prozess ineinander über. Das kontinuierliche Moment von Gob Squads Arbeit liegt in der permanenten Neudefinition ihrer Medien und Ausdrucksformen, die von Projekt zu Projekt zwischen Performance, Videoinstallation, Live-Film, Internetkunst, Hörspiel, Medien-Happening oder urbaner Intervention wechseln. Am Ausgangspunkt eines Projekts steht immer die Frage, wie Publikum und Performer aufeinander treffen. Ziel ist es, eine Begegnung mit den Zuschauern zu ermöglichen, die über die klassische Situation eines passiven Rezeptionsverhältnisses hinausgeht. Die Kollision von Realität und theatralen Utopien, Banalität und Glamour, Alltag und Inszenierung, Risiko und Regeln ist Motor und Grundpfeiler der Arbeit, die Mittel sind: Ironie, Charme, Ehrlichkeit – und ein unverfälschter „naiver Glaube“.
Die Schauspielformation Lubricat besteht seit 1989 und arbeitet seit 1992 in Berlin. 1996 gründeten Lubricat mit Sasha Walz und Jo Fabian/Departement die Sophiensaele, Berlin; ein Produktionshaus für zeitgenössisches freies Theater. Lubricat arbeitet kontinuierlich in einem kleinen Kernensemble, das sich jeweils aktuell aus einem Netzwerk von Schauspielern/Innen und Theaterkünstlern ergänzt. Seit 2003, mit dem globalen Web- und Theaterprojekt Mutation (USA, Argentinien, Nigeria, China, Deutschland) arbeitet Lubricat auch international. Ausgehend von der Gleichung: WORLD=City loteten sie mit Mutation die Möglichkeiten der neuen Produktivkraft Globalisierung für das alte Medium Theater aus. Aus diesem Projekt entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit argentinischen Künstlern. Lubricat entwickeln ihre Stücke (Text, Szene, etc.) gemeinsam mit dem jeweiligen Ensemble. Ausgangspunkt ist ein den Themen entsprechendes Material wie z.B. Interviews. Recherche ist die Basis ihrer Arbeitsweise, die sich auf der Idee einer offenen kooperativen Theaterpraxis begründet. Lubricat wird u.a. durch die Stadt Berlin gefördert. Zum SPECIAL FREIE GRUPPEN stehen Dirk Cieslak (Regisseur), Annett Hardegen (Dramaturgie) und Hendrik Unger (Produktion) rund um Fragen zum freien Arbeiten zur Verfügung.
Mehr unter www.lubricat.de
Helgard Haug (*1969), Stefan Kaegi (*1972) und Daniel Wetzel (*1969) haben am Giessener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft studiert und arbeiten in unterschiedlichen Konstellationen unter dem Label Rimini Protokoll. Sie gelten als die „Protagonisten und Begründer eines neuen Reality Trends auf den Bühnen“ (Theater der Zeit), der die junge Theaterszene geprägt hat. Die Arbeiten finden in der bunten Zone zwischen Realität und Fiktion statt und haben international Aufmerksamkeit erregt. Seit 2000 entwickeln sie auf der Bühne und im Stadtraum ihr Experten-Theater, das nicht Laien sondern Experten des Alltags ins Zentrum stellt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung der Mittel des Theaters, ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen. Den Proben zu den Stücken gehen umfangreiche Recherche- und Casting- und Konzeptionsprozesse voraus, die ca. 2/3 des Arbeitsprozesses ausmachen. Seit 2004 haben Rimini Protokoll im Hebbel am Ufer ein Büro und damit Berlin zur Ersten Adresse ihrer internationalen Theaterarbeit gemacht. Von ihren Stücken wurde „Shooting Bourbaki“ 2003 mit dem NRW-Impulse-Preis ausgezeichnet, „Deadline“ (2004) und „Wallenstein – eine dokumentarische Inszenierung“ (2006) wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen, Schwarzenbergplatz 2005 für den Österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. „Mnemopark“ wurde mit dem Jurypreis beim Berliner "Festival Politik im freien Theater" 2005 ausgezeichnet und „Karl Marx: Das Kapital. Erster Band“ gewann 2007 beim Festival Stücke07 sowohl den Publikumspreis als auch den Mülheimer Dramatiker Preis 2007. Im November 2007 erhielten Haug, Kaegi, Wetzel einen Sonderpreis des Deutschen Theaterpreises DER FAUST, im April 2008 wurde ihnen in Thessaloniki der Europäische Theaterpreis in der Kategorie Neue Realitäten verliehen. "Call Cutta in a box" wurde mit einer Honorary Mention beim Prix Ars Electronica 09 (International Competition for Cyber Arts) in der Kategorie Interactive Art ausgezeichnet.
3. Mai 2011 / Fliegender Stammtisch
Neuköllner Oper mit Andreas Altenhof
Die „Neuköllner Oper“ entstand aus dem Widerspruchsgeist, die damals konventionell-bürgerlich besetzte Gattung „Oper“ so lebensnah wie möglich und überall, vor allem aber in sog. „kulturfernen“, „problematischen“ Bezirken wie Neukölln zu spielen. Zunächst als Einzelprojekte gefördert und an unterschiedlichen Spielorten aktiv, bespielt die Neuköllner Oper seit 1988 den ehemaligen Ballsaal in der Passage Neukölln. Sie zeigt ganzjährig bis zu 11 Produktionen (zumeist Ur- und Erstaufführungen) in ca. 250 Vorstellungen: Opern-Kompositionsaufträge, Opernbearbeitungen, Musicaluraufführungen, neue Genres, Koproduktionen/Ausbildungsprojekte mit Hochschulen und Musiktheater für Familien und „Kurze“.
5. April 2011 / Expertentag
Nina Peters (Jury für privatrechtlich organisierte Theater und Theater- und Tanzgruppen in Berlin)
- geboren 1975 in Stuttgart.
- Studium der Literatur- und Theaterwissenschaft in Berlin und London.
- Von 2003 bis 2007 Redakteurin der Zeitschrift Theater der Zeit, ab 2005 als verantwortliche Redakteurin.
- Seit 2008 Mitglied in der vom Berliner Senat berufenen Jury zur Förderung von privatrechtlich organisierten Theatern und Theater- und Tanzgruppen in Berlin.
- Lebt als freie Journalistin und Lektorin des Theaterverlags schaefersphilippen in Berlin.
1. März 2011 / Fliegender Stammtisch
Heimathafen Neukölln mit Stefanie Ähnelt
Der Heimathafen Neukölln verleiht nicht nur Alt-Berliner Possen und Gassenhauern neuen Glanz, sondern holt mit aktuellen Stücken das heutige Neukölln auf die Bühne. Im Saalbau Neukölln wird seit April 2009 nun endgültig der Staub vom Volkstheater gefegt, denn die Berliner sollen ihr altes Vergnügungsviertel Rixdorf wieder bekommen, und sich hier richtig amüsieren! Volkstheater ist einfach, direkt und für jeden zugänglich. Und das möchte der Heimathafen Neukölln in Anlehnung an die alten Stücke auch heute fortführen. Mit neuen Inszenierungen von Alt-Berliner Stücken soll an die Vergangenheit des Saalbaus im berüchtigten Vergnügungsviertel Rixdorf angeknüpft werden. Mit Arbeiten von Neuköllner und Berliner Autoren von heute setzt sich der Heimathafen Neukölln gleichzeitig mit den aktuellen Themen des Bezirks auseinander. Neben Eigenproduktionen im Schauspiel und Musiktheater sowie ausgewählten Gastspielen gibt es Konzerte, Lesungen, Tanz, den größten Neuköllner Dichterwettstreit "SAALSLAM" und den Theaterjugendclub "HAMMERHAIE".
Mehr unter www.heimathafen-neukoelln.de
1. Februar 2011 / Expertentag
Michael Freundt (Internationales Theaterinstitut)
Michael Freundt studierte an der Theaterhochschule "Hans Otto" und der Universität Leipzig Theaterwissenschaft, Philosophie und Tanzwissenschaft. Er war als freier Journalist und Kritiker u. a. für "zitty", "Wochenpost", "Theater der Zeit" und die "Berliner Zeitung" tätig. Als Regisseur, Dramaturg und Theaterproduzent gehörte Michael Freundt zum Gründungs- und Leitungsteam der "INSELbühne Leipzig" und des "Hackeschen Hof-Theaters", seit 1999 zum Team des "Theaters Titanick". Seit 1997 war er als Pressereferent und künstlerischer Mitarbeiter und 2001 bis 2002 als Künstlerischer Leiter der euro-scene Leipzig tätig. Nach einer freien Mitarbeit in mehreren freien Produktionen im Bereich Theater, Tanz und Alte Musik, wechselte Michael Freundt Anfang 2003 als Stellvertretender Direktor in die Geschäftsführung des deutschen Zentrums des Internationalen Theaterinstituts (ITI). Seit 2004 engagiert sich Michael Freundt in den Treffen der Ständigen Konferenz Tanz, koordinierte die Formierung zum eingetragenen Verein und wurde mit der Gründung der SK Tanz im März 2006 zum Geschäftsführer berufen.
4. Januar 2011 / Fliegender Stammtisch
Uferstudios mit Conny Breitkreutz
Die Uferstudios sind ein künstlerischer Arbeitsort mit dem Schwerpunkt Zeitgenössischer Tanz. Mit dem Angebot an Proben- und Präsentationsstudios, der Informationsbasis mit Tanzbüro Berlin und Mediathek sowie mit dem neuen Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz vereinen sie Produktion, Information und Ausbildung an einem kommunikativen Schnittpunkt. Neben optimalen Arbeitsmöglichkeiten gilt das Interesse den vielfältigen Möglichkeiten und Formen des künstlerischen Diskurses. Die Mehrheit der Studios bietet deshalb die Möglichkeit den künstlerischen Arbeitsprozess auch partiell für interessierte Gäste zu öffnen. Derzeit stehen 7 Studios zur Verfügung, nach Abschluss des Umbaus im September 2010 werden es 14 sein.
7. Dezember 2010 / Expertentag
Christine Wahl (Jury Hauptstadtkulturfonds Berlin)
- Geboren 1971 in Dresden
- 1990/91 Mitarbeit in der zeitgenössischen Kunstgalerie der „Dresdner Sezession“
- 1991/92 theater-, sprach- und kulturwissenschaftliche Studien in New York City/USA am Marymount Manhattan College und der New York University
- 1992 Leitung der Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ der Stiftung Blindenanstalt Frankfurt/Main im Deutschen Hygienemuseum Dresden; anschl. Studium der Germanistik, Anglistik, Philosophie und Soziologie in Freiburg/Breisgau und Berlin; Abschluss als M.A.
- Während des Studiums redaktionelle Mitarbeit bei der Dresdner „Sächsischen Zeitung“ sowie freie Redakteurin beim Magazin „Ticket“ des Berliner „Tagesspiegel“, Schwerpunkt: Theater
- Seit 1996 Journalistin und Theaterkritikerin für den „Tagesspiegel“, „Theater heute“, „Spiegel online“ u.a.
- Verschiedene Buchbeiträge und Vorträge zum Theater auf Fachsymposien sowie Mitglied in diversen Jurys, u.a. für den Berliner Senat zur Verleihung des Brüder-Grimm-Preises des Landes Berlin (2007), für den Mülheimer Dramatikerpreis (Preisjury 2007), für das internationale Festival des freien Theaters „Impulse“ (2008/2009) und aktuell für das Berliner Theatertreffen
2. November 2010 / Fliegender Stammtisch
Radialsystem V mit Bettina Sluzalek und Jochen Sandig
Das RADIALSYSTEM V hat sich seit seiner Gründung am 09. 09. 06 durch Jochen Sandig und Folkert Uhde als offener Raum für den Dialog der Künste weit über die Grenzen Berlins hinaus etabliert. Der historische Name des transformierten Pumpwerks am Spreeufer ist Programm: Ein radiales System strahlt von seinem Zentrum in alle Richtungen aus. Das RADIALSYSTEM V bringt Künstler, Kreative und Kulturbegeisterte in Kontakt miteinander und entwickelt aus der Begegnung von Tradition und Innovation, Alter Musik und Zeitgenössischem Tanz, Bildender Kunst und Neuen Medien neue Formate und Genres: Choreographische Konzerte und Opern, Nachtmusik im Liegen, Barock Lounge, Annettes DaschSalon, Konzertinstallationen, Radiale Nächte, Familientage und Kinderopern. Als Produktionsstätte ist das RADIALSYSTEM V die künstlerische Heimat von vier bedeutenden freien Ensembles: Akademie für Alte Musik Berlin, Sasha Waltz & Guests, Solistenensemble Kaleidoskop und Vocalconsort Berlin.
12. Oktober 2010
5. Expertentag mit Norbert Kliesch (Betriebswirt und Arbeitsvermittler im Jobcenter Spandau, ehemaliger Tänzer) zu Fragen um ALG II
Einzelgespräche von 17 bis 18 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr im Theaterhaus Berlin Mitte, Wallstraße 32 (Haus C), 10179 Berlin
Norbert Kliesch ist ehemaliger Tänzer und Leiter von Jugendtanztheaterprojekten: zuletzt geschäftsführender Vorstand der Tanzfabrik Berlin e.V. Derzeit arbeitet er als Arbeitsvermittler im Jobcenter Spandau. Darüber hinaus engagiert er sich als Bezirksverordneter der Grünen-Fraktion in Friedrichshain-Kreuzberg für Kultur- und Jugendpolitik sowie in den Bereichen Schule und Haushalt. Norbert Kliesch ist außerdem Vorstandsmitglied des Zeitgenössischen Tanz Berlin (ZTB) e.V.
7. September 2010
7. Fliegender Stammtisch im Eigenreich
Mit Verena Drosner. Treffpunkt um 18 Uhr vor dem Eigenreich, Greifswalder Str. 212/213 zweiter Hinterhof, 10405 Berlin
Das Eigenreich versteht sich als ein Theater im weitesten Sinn und vertritt eine Kunstauffassung, die vor allem der sozialen Begegnung unter den Beteiligten und den Zuschauern Raum schafft. Die „Abteilungen“ Theater, Musik, Raum, Video/Film, Kunst und Technik werden organisatorisch wie künstlerisch gleichberechtigt nebeneinander gestellt und weitestgehend vernetzt. Als Ort der Verwirklichung von Kunstprojekten, die sich nicht am Markt orientieren wollen, bietet das Eigenreich eine Möglichkeit für die kontinuierliche Entwicklung von Denkräumen, übergreifenden Themen und Ästhetiken.
Professionelle Theaterleute, Filmemacher, Musiker, Autoren, Tonmeister, Ingenieure, Lichtdesigner, Erziehungs- und Politikwissenschaftler und Informatiker haben sich im März 2005 ihren Traum eigener Produktions- und Arbeitsräume erfüllt. Ohne Startkapital, aber mit Hilfe vieler großer Theater, entstand im Hinterhof des ehemaligen, von Ernst Freud entworfenen Tabakspeichers in Prenzlauer Berg ein Bühnenraum mit Foyer, Technikraum und Garderobe. Im Sommer 2008 wurde das Eigenreich um einen zweiten, deutlich größeren Spielort in den angrenzenden Räumen erweitert.
Das Programm umfasst eigene Produktionen, Programmreihen und Gastspiele. Bislang wurden in fünf Spielzeiten 21 Eigenproduktionen, mehrere Koproduktionen und Gastspiele auf hohem professionellem Niveau realisiert. Hinzu kommen viele Konzerte, Ausstellungen und kleinere Programme. Das Eigenreich erhält seit 2009 Spielstättenförderung durch den Berliner Senat. Mehr unter www.eigenreich-berlin.de
22. Juni 2010 um 18 Uhr
Fliegender Stammtisch im Hebbel am Ufer Berlin
Mit Matthias Lilienthal. Treffpunkt im WAU im HAU 2, Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin
"... Der Intendant heißt Matthias Lilienthal. Bevor er zur Spielzeit 2003/2004 das aus den Häusern Hebbel-Theater, Theater am Halleschen Ufer und dem kleinen Theater am Ufer gebildete Kombinat Hebbel am Ufer, kurz HAU 1-3, übernommen hat, war er Chefdramaturg der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und 2002 Leiter des Festivals Theater der Welt im Ruhrgebiet. Der Mann mag keine "Kunstkacke". Das ist nämlich für Lilienthal das herkömmliche Theater, seine alte, so gefeierte Wirkungsstätte Volksbühne übrigens eingeschlossen. Der Mittvierziger reibt sich lieber an der "Realitätskacke" und führt seine Häuser in neue, experimentelle und nach herkömmlichen Maßstab theaterfremde Gefilde.
Diese Verjüngungskur gilt inzwischen als gelungen,[...] Dafür wählte sie das Fachblatt "Theater heute" zum Theater des Jahres 2004.
Gleichzeitig beleben die HAU-Bühnen die vielleicht toteste Ecke Kreuzbergs. Allein in der ersten, nur acht Monate dauernden Spielzeit gab es 335 Vorstellungen von 118 freien und internationalen Projekten und Produktionen. Zwei neu begründete Festivals - das Freie-Gruppen-Treffen "100º Berlin" und das Tanzfestival "Context" - bereichern den Berliner Kalender....." (Friedhelm Teicke)
8. Juni 2010
Expertentag mit Günter Jeschonnek (Fonds Darstellende Künste)
Günter Jeschonnek ist seit 1989 für den Fonds Darstellende Künste e.V. als Berater tätig und seit 2002 dessen Geschäftsführer. Er war Projektleiter der Studie "Wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechtliche Lage der Theater- und Tanzschaffenden in Deutschland" und Mitveranstalter des internationalen Symposiums "Report Darstellende Künste". Davor war Günter Jeschonnek als Regisseur, Dozent für Schauspiel an Kunsthochschulen und Schauspielschulen, Seniorproducer für zahlreiche Spielfilme und Fernsehserien sowie als Gründungsgesellschafter der "Lea Rosh Medien & Kommunikations GmbH" tätig. Er ist Herausgeber und Co-Autor des Standardbuches "Freies Theater in Deutschland – Förderstrukturen und Perspektiven".
Einzelgespräche mit Anmeldung unter programm(at)laft-berlin.de ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr im Café RiBo, Ackerstrasse 157, 10115 Berlin
4. Mai 2010 um 18 Uhr
5. Fliegender Stammtisch im Ballhaus Ost mit Uwe Moritz Eichler
Das BALLHAUS OST ist die Arbeit einer Gruppe von Künstlern aus bildender Kunst, Tanz, Schauspiel, Wissenschaft, Theater, Bühnenbild und Musik, die im November 2005 ein offenes Haus für alle Gattungen der Künste gegründet haben. Die Vielstimmigkeit des Programms mit weit über zweihundert Veranstaltungen im Jahr, bestehend aus Theater und Tanz, Ausstellungen, Performances, Lesungen, Konzerten und Vorträgen befördert den Dialog der unterschiedlichen Kunstrichtungen.
Treffpunkt 18 Uhr vor dem Gebäude, Ballhaus Ost, Pappelallee 15, 10437 Berlin, ohne Anmeldung
www.ballhausost.de
6. April 2010
Expertentag mit Ute Büsing (Jury Senat Berlin)
Ute Büsing wurde 2005 zum Jurymitglied des Berliner Senates zur Förderung privatrechtlich organisierter Theater und Theater-/Tanzgruppen berufen. Sie hat in Berlin Publizistik, Germanistik und Soziologie studiert und danach sechs Jahre in New York gelebt. 1989 ist sie wieder nach Deutschland zurückgekehrt und arbeitet seitdem als freie Journalistin und Autorin in Berlin.
Einzelgespräche mit Anmeldung unter programm(at)laft-berlin.de ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr im Café RiBo, Ackerstrasse 157, 10115 Berlin
2. März 2010 um 18 Uhr
Fliegender Stammtisch im Ballhaus Naunynstraße mit Shermin Langhoff
Das Ballhaus Naunynstraße wurde 2008 mit neuer programmatischer Ausrichtung unter der künstlerischen Leitung von Shermin Langhoff wiedereröffnet. Den Schwerpunkt bilden eigene Theaterproduktionen, die sich mit postmigrantischen Themen auseinandersetzen; daneben gilt das Interesse den neuesten Entwicklungen in Tanz, Film, Musik und Literatur. Projekte zur kulturellen Bildung sowie Kooperationen mit freien Gruppen wie Balkan Black Box (bbb), Conflict Zone Arts Asylum (CZAA), diyalog Theaterfest u.v.a. ergänzen das Programm. Das Ballhaus Naunynstraße ist eine Einrichtung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg und wird von der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin gefördert.
Treffpunkt 18 Uhr im Foyer, Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27, 10997 Berlin
www.ballhausnaunynstrasse.de
2. Februar 2010, Einzelgespräche ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr
Expertentag mit Siegfried Langbehn (HKF)
Der gelernte Diplom Verwaltungs Wirt (FH Verwaltung und Rechtspflege Berlin) Siegfried Langbehn arbeitete seit 1979 als Mitarbeiter in der (seinerzeit so benannten) Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten und war dort im Referat für internationalen Kulturaustausch tätig. Von 1988 an arbeitete er im Referat für institutionelle Förderungen, wo er u.a. für u.a. für die Berliner Festspiele, das Haus der Kulturen der Welt und die Akademie der Künste zuständig war. Seit 1999 ist er für die Verwaltung des Hauptstadtkulturfonds verantwortlich, seit 2002 ist er ausschließlich für diesen tätig.
Einzelgespräche mit Anmeldung ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr im Café RiBo, Ackerstrasse 157, 10115 Berlin
www.hauptstadtkulturfonds.berlin.de
5. Januar 2010 um 18 Uhr
Fliegender Stammtisch in den Sophiensaelen mit Heike Albrecht
Die Sophiensaele sind die älteste kontinuierlich arbeitende Produktions- und Spielstätte für frei produzierte Theater- und Tanzprojekte in Berlin. Sie wurden 1996 von Sasha Waltz, Jochen Sandig, Jo Fabian und Lubricat als Produktions- und Aufführungsort gegründet. Die Idee, einen neuen Spielort ins Leben zu rufen, entsprang dem Wunsch, Produktion und Präsentation an einem Ort zu vereinen und so den KünstlerInnen optimale Arbeitsbedingungen zu verschaffen. Heute sind die Sophiensaele einer der wichtigsten Produktionsorte für freies Theater und Tanz im deutschsprachigen Raum. KünstlerInnen und Kompanien aus der Berliner und deutschsprachigen sowie zunehmend aus der internationalen Szene werden aufgrund ihrer künstlerischen Konzepte, Fragestellungen und Arbeitsansätze eingeladen, ihre Arbeiten hier zu präsentieren.
Pro Jahr sind in den Sophiensaelen über 60 Produktionen und mehrere Festivals zu sehen. Das Programm umfasst neue und experimentelle Produktionen aus den Bereichen Theater, Tanz, Performance, Musik und Bildende Kunst.
Die Sophiensaele stellen dabei nicht nur die Spielstätte, sondern kümmern sich auch um Finanzierung, Koproduktionspartner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Produktionsmanagement bis hin zur Durchführung des Publikumsgesprächs.
Die Sophiensaele sind Teil eines informellen Netzwerks institutionalisierter und international orientierter freier Theaterhäuser, zu dem u.a. auch Kampnagel Hamburg, Mousonturm Frankfurt/Main, Forum Freies Theater Düsseldorf, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, brut Wien und Gasthuis Amsterdam zählen.
1. Dezember 2009, Einzelgespräche ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr
Expertentag mit Alexander Opitz
Alexander Opitz studierte Theaterwissenschaft. Er arbeitet als Schauspieler, Dramaturg und Intendant. Seit 2002 ist er Geschäftsführer des Landesverbandes Freier Theater Baden-Württemberg e.V., seit 2006 erster Vorsitzender des Bundesverbandes Freier Theater; seit 2005 Mitglied des Kuratoriums Fonds Darstellende Künste; seit 2008 ist er zusätzlich im Beirat der Künstlersozialkasse.
3. November 2009 um 18 Uhr
Fliegender Stammtisch im Theaterdiscounter mit Georg Scharegg
Der 2003 gegründete Theaterdiscouter ist eine freie Spiel- und Produktionsstätte und hat 2009 seine neuen Räume in der 2. Etage des ehemaligen Fernmeldeamts Ost direkt am Alexanderplatz bezogen. Das Theater wird betrieben durch eine Gruppe frei arbeitender Theaterschaffender, die als Team das Profil des Hauses vor allem durch Eigenproduktionen und neu entwickelte Formate prägen. Schwerpunkte des Spielplanes sind zeitgenössische Dramatik und experimentelle Projekte. Seit neuem öffnet sich er Theaterdiscounter aber auch „klassischen Stoffen“, an die mit dem Theaterdiscounter spezifischen Instrumentarium herangetreten wird.
6. Oktober 2009 um 18 Uhr
Fliegender Stammtisch im Theater unterm Dach mit Liesel Dechant
Das Theater unterm Dach (TuD) ist Produktions- und Aufführungsort für freie Theaterprojekte, vorrangig auf dem Gebiet des Sprechtheaters. Am TuD begannen viele erfolgreiche Schauspiel- und Regisseurkarrieren: Die junge Corinna Harfouch spielte dort, Regisseure wie Jo Fabian, Astrid Griesbach, Sebastian Hartmann, Jan Jochymski, Amina Gusner oder Anja Gronau setzten mit ihren Aufführungen am TuD Akzente und prägten die Spielstätte. Jo Fabians Arbeiten „Keine Gnade“ und „Whisky & Flags“ wurden 1994 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Zehn Jahre später brachte Anja Gronau ihre Inszenierung „Grete“ auf die Bühne, die neben dem Friedrich-Luft-Preis zahlreiche andere Auszeichnungen erhielt und noch immer auf dem Spielplan des TuD zu finden ist. Das Theater unterm Dach verfügt über bis zu 80 Sitzplätze. Als kommunale Spielstätte wird das TuD vom Stadtbezirk Berlin Pankow getragen. Aktuell ist dieser wichtige Ort für die freien Künstler jedoch bedroht. »Infos und Protestmöglichkeiten dazu
THEATER UNTERM DACH, Danziger Straße 101, 10405 Berlin
Fahrverbindungen: S-BAHN: Prenzlauer Allee S41, S42 / Greifswalder Straße S41, S42, U-BAHN: Eberswalder Straße U2, TRAM-HALTESTELLE: Prenzlauer Allee M2, Greifswalder Straße M4, Winsstraße M10
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