Fliegender Stammtisch und Expertentag

Der Landesverband Freie Theaterschaffende Berlin (LAFT Berlin) verschafft Orientierung in der Freien Szene - und lädt an jedem 1. Dienstag im Monat seine Mitglieder herzlich ein zu Fliegendem Stammtisch oder Expertentag.
Beim Fliegenden Stammtisch öffnen sich Berliner Spielstätten: Die Leitung führt durchs Haus und steht für Fragen zur Verfügung. Anschliessend gemeinsamer Vorstellungsbesuch. Treffpunkt immer vor dem jeweiligen Theater um 18:00 Uhr.
Beim Expertentag beantwortet einE ExpertIn Fragen - zuerst in vier Einzelgesprächen und anschließend in offener Runde. Einzelgespräche ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr, jeweils im Café RiBo, Ackerstrasse 157, 10115 Berlin. Anmeldung für die Einzelgespräche: programm(at)laft-berlin.de. ACHTUNG: Nur die ersten vier Anmeldungen erhalten eine positive Rückmeldung!
Nur für Mitglieder! Noch-Nicht-Mitglieder sind herzlich eingeladen, auf den Veranstaltungen dem LAFT Berlin beizutreten.

7. September 2010
7. Fliegender Stammtisch im Eigenreich

Mit Verena Drosner. Treffpunkt um 18 Uhr vor dem Eigenreich, Greifswalder Str. 212/213 zweiter Hinterhof, 10405 Berlin

Das Eigenreich versteht sich als ein Theater im weitesten Sinn und vertritt eine Kunstauffassung, die vor allem der sozialen Begegnung unter den Beteiligten und den Zuschauern Raum schafft. Die „Abteilungen“ Theater, Musik, Raum, Video/Film, Kunst und Technik werden organisatorisch wie künstlerisch gleichberechtigt nebeneinander gestellt und weitestgehend vernetzt. Als Ort der Verwirklichung von Kunstprojekten, die sich nicht am Markt orientieren wollen, bietet das Eigenreich eine Möglichkeit für die kontinuierliche Entwicklung von Denkräumen, übergreifenden Themen und Ästhetiken.
Professionelle Theaterleute, Filmemacher, Musiker, Autoren, Tonmeister, Ingenieure, Lichtdesigner, Erziehungs- und Politikwissenschaftler und Informatiker haben sich im März 2005 ihren Traum eigener Produktions- und Arbeitsräume erfüllt. Ohne Startkapital, aber mit Hilfe vieler großer Theater, entstand im Hinterhof des ehemaligen, von Ernst Freud entworfenen Tabakspeichers in Prenzlauer Berg ein Bühnenraum mit Foyer, Technikraum und Garderobe. Im Sommer 2008 wurde das Eigenreich um einen zweiten, deutlich größeren Spielort in den angrenzenden Räumen erweitert.
Das Programm umfasst eigene Produktionen, Programmreihen und Gastspiele. Bislang wurden in fünf Spielzeiten 21 Eigenproduktionen, mehrere Koproduktionen und Gastspiele auf hohem professionellem Niveau realisiert. Hinzu kommen viele Konzerte, Ausstellungen und kleinere Programme. Das Eigenreich erhält seit 2009 Spielstättenförderung durch den Berliner Senat. Mehr unter www.eigenreich-berlin.de

Archiv

22. Juni 2010 um 18 Uhr
Fliegender Stammtisch im Hebbel am Ufer Berlin

Mit Matthias Lilienthal. Treffpunkt im WAU im HAU 2, Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin

"... Der Intendant heißt Matthias Lilienthal. Bevor er zur Spielzeit 2003/2004 das aus den Häusern Hebbel-Theater, Theater am Halleschen Ufer und dem kleinen Theater am Ufer gebildete Kombinat Hebbel am Ufer, kurz HAU 1-3, übernommen hat, war er Chefdramaturg der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und 2002 Leiter des Festivals Theater der Welt im Ruhrgebiet. Der Mann mag keine "Kunstkacke". Das ist nämlich für Lilienthal das herkömmliche Theater, seine alte, so gefeierte Wirkungsstätte Volksbühne übrigens eingeschlossen. Der Mittvierziger reibt sich lieber an der "Realitätskacke" und führt seine Häuser in neue, experimentelle und nach herkömmlichen Maßstab theaterfremde Gefilde.
Diese Verjüngungskur gilt inzwischen als gelungen,[...] Dafür wählte sie das Fachblatt "Theater heute" zum Theater des Jahres 2004.
Gleichzeitig beleben die HAU-Bühnen die vielleicht toteste Ecke Kreuzbergs. Allein in der ersten, nur acht Monate dauernden Spielzeit gab es 335 Vorstellungen von 118 freien und internationalen Projekten und Produktionen. Zwei neu begründete Festivals - das Freie-Gruppen-Treffen "100º Berlin" und das Tanzfestival "Context" - bereichern den Berliner Kalender....." (Friedhelm Teicke)

8. Juni 2010
Expertentag mit Günter Jeschonnek (Fonds Darstellende Künste)
Günter Jeschonnek ist seit 1989 für den Fonds Darstellende Künste e.V. als Berater tätig und seit 2002 dessen Geschäftsführer. Er war Projektleiter der Studie "Wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechtliche Lage der Theater- und Tanzschaffenden in Deutschland" und Mitveranstalter des internationalen Symposiums "Report Darstellende Künste". Davor war Günter Jeschonnek als Regisseur, Dozent für Schauspiel an Kunsthochschulen und Schauspielschulen, Seniorproducer für zahlreiche Spielfilme und Fernsehserien sowie als Gründungsgesellschafter der "Lea Rosh Medien & Kommunikations GmbH" tätig. Er ist Herausgeber und Co-Autor des Standardbuches "Freies Theater in Deutschland – Förderstrukturen und Perspektiven".
Einzelgespräche mit Anmeldung unter programm(at)laft-berlin.de ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr im Café RiBo, Ackerstrasse 157, 10115 Berlin

4. Mai 2010 um 18 Uhr
5. Fliegender Stammtisch im Ballhaus Ost mit Uwe Moritz Eichler

Das BALLHAUS OST ist die Arbeit einer Gruppe von Künstlern aus bildender Kunst, Tanz, Schauspiel, Wissenschaft, Theater, Bühnenbild und Musik, die im November 2005 ein offenes Haus für alle Gattungen der Künste gegründet haben. Die Vielstimmigkeit des Programms mit weit über zweihundert Veranstaltungen im Jahr, bestehend aus Theater und Tanz, Ausstellungen, Performances, Lesungen, Konzerten und Vorträgen befördert den Dialog der unterschiedlichen Kunstrichtungen.
Treffpunkt 18 Uhr vor dem Gebäude, Ballhaus Ost, Pappelallee 15, 10437 Berlin, ohne Anmeldung
www.ballhausost.de

6. April 2010
Expertentag mit Ute Büsing (Jury Senat Berlin)
Ute Büsing wurde 2005 zum Jurymitglied des Berliner Senates zur Förderung privatrechtlich organisierter Theater und Theater-/Tanzgruppen berufen. Sie hat in Berlin Publizistik, Germanistik und Soziologie studiert und danach sechs Jahre in New York gelebt. 1989 ist sie wieder nach Deutschland zurückgekehrt und arbeitet seitdem als freie Journalistin und Autorin in Berlin.
Einzelgespräche mit Anmeldung unter programm(at)laft-berlin.de ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr im Café RiBo, Ackerstrasse 157, 10115 BerlinFliegender Stammtisch und ExpertentagMitgliederbereich

2. März 2010 um 18 Uhr
Fliegender Stammtisch im Ballhaus Naunynstraße mit Shermin Langhoff

Das Ballhaus Naunynstraße wurde 2008 mit neuer programmatischer Ausrichtung unter der künstlerischen Leitung von Shermin Langhoff wiedereröffnet. Den Schwerpunkt bilden eigene Theaterproduktionen, die sich mit postmigrantischen Themen auseinandersetzen; daneben gilt das Interesse den neuesten Entwicklungen in Tanz, Film, Musik und Literatur. Projekte zur kulturellen Bildung sowie Kooperationen mit freien Gruppen wie Balkan Black Box (bbb), Conflict Zone Arts Asylum (CZAA), diyalog Theaterfest u.v.a. ergänzen das Programm. Das Ballhaus Naunynstraße ist eine Einrichtung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg und wird von der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin gefördert.
Treffpunkt 18 Uhr im Foyer, Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27, 10997 Berlin
www.ballhausnaunynstrasse.de

2. Februar 2010, Einzelgespräche ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr
Expertentag mit Siegfried Langbehn
(HKF)
Der gelernte Diplom Verwaltungs Wirt (FH Verwaltung und Rechtspflege Berlin) Siegfried Langbehn arbeitete seit 1979 als Mitarbeiter in der (seinerzeit so benannten) Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten und war dort im Referat für internationalen Kulturaustausch tätig. Von 1988 an arbeitete er im Referat für institutionelle Förderungen, wo er u.a. für u.a. für die Berliner Festspiele, das Haus der Kulturen der Welt und die Akademie der Künste zuständig war. Seit 1999 ist er für die Verwaltung des Hauptstadtkulturfonds verantwortlich, seit 2002 ist er ausschließlich für diesen tätig.
Einzelgespräche mit Anmeldung ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr im Café RiBo, Ackerstrasse 157, 10115 Berlin
www.hauptstadtkulturfonds.berlin.de

5. Januar 2010 um 18 Uhr
Fliegender Stammtisch in den Sophiensaelen mit Heike Albrecht

Die Sophiensaele sind die älteste kontinuierlich arbeitende Produktions- und Spielstätte für frei produzierte Theater- und Tanzprojekte in Berlin. Sie wurden 1996 von Sasha Waltz, Jochen Sandig, Jo Fabian und Lubricat als Produktions- und Aufführungsort gegründet. Die Idee, einen neuen Spielort ins Leben zu rufen, entsprang dem Wunsch, Produktion und Präsentation an einem Ort zu vereinen und so den KünstlerInnen optimale Arbeitsbedingungen zu verschaffen. Heute sind die Sophiensaele einer der wichtigsten Produktionsorte für freies Theater und Tanz im deutschsprachigen Raum. KünstlerInnen und Kompanien aus der Berliner und deutschsprachigen sowie zunehmend aus der internationalen Szene werden aufgrund ihrer künstlerischen Konzepte, Fragestellungen und Arbeitsansätze eingeladen, ihre Arbeiten hier zu präsentieren.
Pro Jahr sind in den Sophiensaelen über 60 Produktionen und mehrere Festivals zu sehen. Das Programm umfasst neue und experimentelle Produktionen aus den Bereichen Theater, Tanz, Performance, Musik und Bildende Kunst.
Die Sophiensaele stellen dabei nicht nur die Spielstätte, sondern kümmern sich auch um Finanzierung, Koproduktionspartner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Produktionsmanagement bis hin zur Durchführung des Publikumsgesprächs.
Die Sophiensaele sind Teil eines informellen Netzwerks institutionalisierter und international orientierter freier Theaterhäuser, zu dem u.a. auch Kampnagel Hamburg, Mousonturm Frankfurt/Main, Forum Freies Theater Düsseldorf, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, brut Wien und Gasthuis Amsterdam zählen.

1. Dezember 2009, Einzelgespräche ab 17 Uhr, offene Runde ab 18 Uhr
Expertentag mit Alexander Opitz
Alexander Opitz studierte Theaterwissenschaft. Er arbeitet als Schauspieler, Dramaturg und Intendant. Seit 2002 ist er Geschäftsführer des Landesverbandes Freier Theater Baden-Württemberg e.V., seit 2006 erster Vorsitzender des Bundesverbandes Freier Theater; seit 2005 Mitglied des Kuratoriums Fonds Darstellende Künste; seit 2008 ist er zusätzlich im Beirat der Künstlersozialkasse.

3. November 2009 um 18 Uhr
Fliegender Stammtisch im Theaterdiscounter mit Georg Scharegg

Der 2003 gegründete Theaterdiscouter ist eine freie Spiel- und Produktionsstätte und hat 2009 seine neuen Räume in der 2. Etage des ehemaligen Fernmeldeamts Ost direkt am Alexanderplatz bezogen. Das Theater wird betrieben durch eine Gruppe frei arbeitender Theaterschaffender, die als Team das Profil des Hauses vor allem durch Eigenproduktionen und neu entwickelte Formate prägen. Schwerpunkte des Spielplanes sind zeitgenössische Dramatik und experimentelle Projekte. Seit neuem öffnet sich er Theaterdiscounter aber auch „klassischen Stoffen“, an die mit dem Theaterdiscounter spezifischen Instrumentarium herangetreten wird.

6. Oktober 2009 um 18 Uhr
Fliegender Stammtisch im Theater unterm Dach mit Liesel Dechant
Das Theater unterm Dach (TuD) ist Produktions- und Aufführungsort für freie Theaterprojekte, vorrangig auf dem Gebiet des Sprechtheaters. Am TuD begannen viele erfolgreiche Schauspiel- und Regisseurkarrieren: Die junge Corinna Harfouch spielte dort, Regisseure wie Jo Fabian, Astrid Griesbach, Sebastian Hartmann, Jan Jochymski, Amina Gusner oder Anja Gronau setzten mit ihren Aufführungen am TuD Akzente und prägten die Spielstätte. Jo Fabians Arbeiten „Keine Gnade“ und „Whisky & Flags“ wurden 1994 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Zehn Jahre später brachte Anja Gronau ihre Inszenierung „Grete“ auf die Bühne, die neben dem Friedrich-Luft-Preis zahlreiche andere Auszeichnungen erhielt und noch immer auf dem Spielplan des TuD zu finden ist. Das Theater unterm Dach verfügt über bis zu 80 Sitzplätze. Als kommunale Spielstätte wird das TuD vom Stadtbezirk Berlin Pankow getragen. Aktuell ist dieser wichtige Ort für die freien Künstler jedoch bedroht. »Infos und Protestmöglichkeiten dazu
THEATER UNTERM DACH, Danziger Straße 101, 10405 Berlin
Fahrverbindungen: S-BAHN: Prenzlauer Allee S41, S42 / Greifswalder Straße S41, S42, U-BAHN: Eberswalder Straße U2, TRAM-HALTESTELLE: Prenzlauer Allee M2, Greifswalder Straße M4, Winsstraße M10
»Theater unterm Dach